Donnerstag, 13. Februar 2014  |    |  1 Kommentar
Die Sirenen des Krankenwagens dröhnen durch das Gebäude. Unüberhörbar fährt der Krankenwagen vor. Ich liege kreidebleich, vor Angst zitternd auf der Liege des Krankenzimmers der Berufsschule. 
Mein Herz rast, als die Rettungssanitäter das Zimmer betreten. Meine panische Angst vor Ärzten nicht im Griff.
Untersuchungen über Untersuchungen. Fremde Menschen, die mich berühren. Panik wird ausgelöst. Gedanken wie "ich will nicht mehr. ich kann nicht mehr. ich will sterben" kreisen in meinem Kopf.
Ich kann - oder will vielleicht auch nicht - verstehen, warum ich momentan wieder solche Suizidgedanken habe. Ich dachte, es würde nur noch besser werden können, aber nein.

Vom Körperlichen her gehts mir besser. Vom Psychischen keinerlei.


1 wunderbarer Kommentar:

» Nachtpoet- : Songtexte und Lyrik | 24. Februar 2014 um 11:02

Liebe Julia,
bin auf Deine Seite gestossen, weil Du vor einiger
Zeit mal einen sehr freundlichen Kommentar zu meinem
Text "Razor" hinterlassen hast und ich wissen wollte, bei
wem ich mich dafür zu bedanken habe.
Ich war nicht darauf gefasst was ich in Deinem Blog
vorgefunden habe und habe jetzt erst einmal die letzten
Einträge bis zum Beginn Deines Klinikaufenthalts gelesen.
Den Rest werde ich selbstverständlich auch noch lesen,
ich möchte das nur nicht überfliegen sondern es mit der
nötigen Sorgfalt lesen und darüber nachdenken.
Ich gehöre ja einer völlig anderen Generation an (bin 1962
geboren) und ich denke, es wird Dir oft so gehen, dass
Menschen die von Deinem Schicksal erfahren nicht
wissen wie sie darauf reagieren sollen.
Schon die Kurz-Bio macht mich sehr betroffen, aber ich
finde, dass Dein Blog eine sehr mutige Sache ist.
Wenn Du es erlaubst werde ich Dir schreiben, nachdem
ich alles gelesen habe, momentan ist es sehr schwer in
Worte zu fassen, was ich beim Lesen empfinde :
Traurigkeit, gleichzeitig aber auch etwas Bewunderung,
vor allem aber Wut und Bestürzung, weil ich in all den
Beiträgen die ich bis jetzt gelesen habe nur Deine
Klassenlehrerin als positiven Faktor empfinde.
Was den Beitrag "Dear mom & dad" betrifft, hoffe ich
doch sehr, dass es ein erfreulicher Anflug von Zynismus
sein soll und Du nicht wirklich der Meinung bist Dich
bei - wem auch immer - dafür entschuldigen zu müssen
wer Du bist ?
Ich hoffe, wenn ich alle Beiträge gelesen habe, weiß
ich etwas mehr von Dir als jetzt, bitte verzeih mir, dass
ich momentan weniger sage, als Du vielleicht erwartet hast.
Ich denke, Du hast an "Razor" gesehen, dass mir das
Thema nicht fremd ist, gerade deshalb weiß ich aber auch
dass Dir weder mit Durchhalteparolen noch mit
Mitleidsbekundungen wirklich geholfen ist und manche
Worte - wie gut sie auch immer gemeint sein mögen -
bewirken oft sogar das Gegenteil von dem was sie
eigentlich erreichen wollen.
Ich möchte Dir so etwas nicht zumuten und hoffe deshalb
dass es Dir zunächst genügt, wenn ich Dir versichere,
dass ich alles lesen werde was Du geschrieben hast.

Alle Liebe

Tom

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